Der Magen und seine Plagen – und was man dann macht!

Wenn im Oberbauch, also im Bereich über dem Nabel Schmerzen, Druckgefühl, eventuell sogar Krämpfe sich einstellen, und womöglich Erbrechen sowie auch ungeformte Ausscheidungen (breiig) auftreten – tja, dann kann der Magen hinter solchen Plagen stecken. Es kann auch sein, dass man nicht weiß, ob man etwa Hunger hat oder einem einfach nur übel ist. Wenn man etwas isst, hat man meistens schnell wieder genug. Und – was ist nun die (wahrscheinlichste) Diagnose? Zuviel an Magensäure, die schließlich zur Reizung der Magenschleimhaut und der darunterliegenden Muskelschicht führt, eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) ist entstanden; das Zuviel an Magensäure kommt entweder als Nothilfe des Magens hoch (Herr Dokta, i hob die reine Goi (Galle) g´spiebn!) oder sie wird über den Darm ausgeschieden (I muaß dauernd auf´s Klo, oba daun kummt entweda nix oder nua a poa Batzln, oba ka richtiga Duachfoi, Herr Dokta!). Entstanden ist die ganze Bescherung zum Beispiel durch ein Übermaß an Süßem, stark Geröstetem (Brösel, Kaffee, Zwiebel), kalten Getränken mit Kohlensäure (zB „G´spritze“), Rauchen und vielleicht auch seelischem Stress („Es liegt mir was im Magen! Ich muss das erst verdauen!“). Obige Kombinationen treten beispielhaft bei Familien- oder anderen Feiern auf. Wenn man dann noch Kopfweh gehabt hat und sich ein Aspirin® oder ähnliches gegönnt hat, ja – dann klatscht unser Magen mit seinen Wänden und… (siehe erster/zweiter Absatz). Und was tun? Helfen, wie die Feuerwehr das tut, wenn‘s brennt – Löschen, die schmeißt ja auch nicht ein Pulverl ins Feuer und wartet, ob‘s aufhört zu brennen! Nun, Wasser trinken wäre ein Möglichkeit (schluckweise und warm!), aber nicht die Beste. „Löschschaum“ – um beim Vergleich mit der Feuerwehr zu bleiben – direkt gibt es auch nicht, aber mit einem flüssigen Algenpräparat (Gaviscon®- übrigens auch in der Schwangerschaft unbedenklich) oder Heilschlamm, -moor, -erde (zB Trinkmoor) kann man schon viel erreichen. Eine weitere „Löschmöglichkeit“ bietet ein Sackerl mit einem Gel, das Sucralfat enthält (zB Ulcogant® Suspension), passt in jede Handtasche, gleich neben die Schmerztablette, die Studien zu Folge, jede zweite Frau über 40 mit sich trägt. Ich hab‘ das alles nicht!!! Nun, dann zu den Hausmitteln, die unsere (Ur-)Großmütter angewendet haben: erstens mal eine Zeitlang (wenn man erbrochen hat, mindestens eine Stunde lang) gar nichts zu sich nehmen, höchstens Mund ausspülen (nicht Schlucken!); zweitens schluckweise trinken probieren (Wasser, Früchtetee lauwarm); drittens „baazweich“ gekochte Haferflocken, Reis oder auch Nudeln immer wieder in kleinen Portionen essen probieren (bindet die Magensäure, beruhigt die Magenwände, regt den Magen nicht zu neuerlicher Produktion an). Aus eigener Erfahrung beruhigt sich ein Großteil unserer Gastritis-Attacken mit diesen Maßnahmen ohne Tabletten („Magenschutz-Medikamente“ – über deren Gefährlichkeit bei unkritischer Daueranwendung habe ich in einem früheren Schaukastenartikel geschrieben). Sollten die Schmerzen/Beschwerden doch nicht aufhören, empfiehlt es sich die/den ArztIn aufzusuchen und aufzuhören selbst „herumzudoktern“. Es gilt dann, eine Infektion mit einem Magenbakterium (Helicobacter pylori), ein Magengeschwür (kann zu Blutungen führen) oder eine Magenentleerungsstörung („fauler Magen“) auszuschließen. Dann wird es ohne Medikamente vermutlich nicht gehen, aber bitte nur solange die/der ArztIn sie empfiehlt, nicht ohne Rücksprache weiternehmen und auch nicht plötzlich absetzen! Vor allem bei Medikamenten, die einen Wirkstoff, der mit –azol endet, muss man langsam ausschleichen, ansonsten hat man Beschwerden wie am Anfang des Artikels. Was macht die/der Patient/in dann?: -sie/er nimmt wieder ihre/seine Tabletten mit all den unerwünschten Begleiterscheinungen usw., usw., usw…

Wie schon vor Jahren im „Magenschutz“ – Artikel geschrieben: Ich wünsche Ihnen allen einen „Saumagen“, der alles verdaut und ihnen nie Probleme macht – auch nicht bei den anstehenden (Weihnachts-)Feiern mit Firma, Familie und sonstigen (magen-)reizenden Mitmenschen!

Dr. Wolfgang Maurer

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